Heute & Gestern

Knochenhauer Amtshaus Chronik

Die Zunft der Knochenhauer war eine stolze Gemeinschaft.

Selbstbewusst errichteten sie 1529 ihr Amtshaus gegenüber dem Rathaus.

Höher und prächtiger als dieses, zeugte es vom wirtschaftlichen und politischen Einfluss der Knochenhauer.

Im Stil der Gotik und der Renaissance errichtet, verkörperte es mit seinem reichen Schnitzwerk die Lebenslust der Zeit.

Die vier großen Kellergewölbe des Hauses dienten als natürlicher Kühlschrank für Fleischwaren.

Im Parterre befanden sich die Verkaufsstände der Schlachter, Scharren genannt.

Die mittleren Geschosse beherbergten Räume für Sitzungen und Feste. Das riesige Dach barg das Trockenlager für Tierhäute.

In der großen Diele drängte sich die Kundschaft beim Kauf oder einer kräftigen Mahlzeit.

Nach der Zerstörung des Knochenhauer Amtshauses im März 1945 wurde bald der Wunsch laut, dieses prächtige Bauwerk wieder zu errichten.

Dank der Initiative von Hildesheimer Bürgern wurde nach vielen Jahren der originalgetreue Wiederaufbau ins Werk gerufen. Das Projekt wurde u.a. von der Einbecker Brauhaus AG - Der früheren Hildesheimer Aktienbrauerei - und von der VGH Versicherung maßgeblich gefördert.

Im neuen Glanz erstrahlt es nun wieder am alten Platz, das wohl schönste Fachwerkhaus der Welt.

Weiterführende Informationen

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